Ursprung ZEN

1. Umdrehung des Rades der Lehre: Hinayana (kleines Fahrzeug)

Historie:
Buddha formulierte im 5. Jh vor unserer Zeit seinen Weg der Mitte (erste Predigt von Benares), als ein Leben zwischen materialistischen Sinnesgenuss und asketischer Selbstzerstörung.
Buddha beschreibt einen Krankheitszustand als Pathologie oder (Aus-)Wirkung = Leiden.
-->  seine Diagnose (Ursache) ist Durst = Begierde
-->  der Idealzusatnd ist Freisein von Leiden
-->  die Kur oder auch Medikament ist der Achtgliedirige Pfad.

Die vier edlen Wahrheiten

1 .edle Wahrheit:

Das Dasein, bzw. formenden Kräfte des Daseins sind verbunden mit Leiden – Dukkha (Geburt/ Alter/Krankheit/ Tod). Leid entsteht durch Gefühle wie Neid und Zorn, aber auch wenn wir an etwas schönem festzuhalten versuchen und nicht akzeptieren können, wenn es irgendwann vergeht.

2 .edle Wahrheit:

Die Ursachen des Leidens (Samudaya) sind: Gier (Verlangen), Hass und Verblendung (= die 3 Geistesgifte). Wesentlich ist zu verstehen, dass nichts im Leben von Bestand ist. Alles was eine Form hat (auch Erfolg und Anerkennung), ist vergänglich und ruft Leid hervor. Um die Entstehung von Leid zu beenden, müssen wir die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind und dabei den 3 Geistesgiften entgegenwirken (ihre Entstehung verhindern). Das Gesetz vom «bedingten Entstehen» besagt –> Leid entsteht nicht von aussen, sondern in uns selbst als Ursache. Es entsteht vielfach durch Begierde wie Habenwollen/ weiter Behalten wollen/ Vernichten wollen und ist dadurch ein Suche nach Befriedigung; Durch die Ursache in uns selbst wird der Kreislauf der unzähligen Wiedergeburten aufrechterhalten. Dennoch: Menschen handeln nicht, weil sie gut oder böse sind (diese Katagorisierung wird nicht vorgenommen) – Menschen handeln nicht aufgrund ihres eigenen, innewohnenden Chrakters, sondern weil sie verwirrt sind.

3 .edle Wahrheit:

Die Beendigungdes Leidens. Endet die Leidensursache, endet das Leid. Dies geschieht, wenn wir uns von sinnlichen und materiellen Begierden lösen und die Dinge so sehen und akzeptieren wie sie sind (ohne Abneigung und Vorlieben) – ohne etwas zu beklagen und ohne sich etwas anderes zu wünschen. Leiden hört auf, wenn der Lebensdurst überwunden ist und das Verlangen erlischt. Gemeint ist das Verlangen nach Existenz, Gefühlen, Dingen, Erinnerungen und Vorstellungen. Erreicht wird dies durch Abgeschiedenheit und geistige Distanzierung von der Welt. Ein Erlöschen des Verlangens (sansk. Nirvana = verlöschen) entspricht der Beendigung des Leids. Im Zustand des Nirwana – wird ein Zustand des inneren Friedens und der Freiheit erfahren. Es geht dabei um das Erleben der eigenen Erfahrung und der weiteren Verwandlung sind – diese sind wichtiger als schlichte Glaubensvorstellungen. Nicht alles, was im Leben geschieht, hängt von uns ab. Doch immer liegt es in unserer Hand, wie wir damit umgehen – wie wir uns immer wieder neu ausrichten.

4 .edle Wahrheit:

Der Weg zur Beendigung des Leidens (der edle achtfache Pfad) – die Kultivierung von innerem Frieden und Freiheit, Entwicklung von zeitloser, höchster Freude und Öffnung des Geistes.
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