Nothingness und ZEN


Bilder von Ulrike Pürschel
Erreiche die Leere bis zum Höchsten,
aber wahre die Ruhe völlig.
Während alle Geschöpfe sich zugleich entfalten,
sehe ich darin ihr Wiederkehren.
Die ungezählten Geschöpfe kehren alle zu ihrer Wurzel zurück.
zur Wurzel zurückkehren heisst Ruhe,
und dies ist die Wiederkehr zum Lebensgrund,
Wiederkehren zum Lebensgrund heisstEwigkeit,
die Ewigkeit erkennen heisst Klarheit.

Die Wiederkehr zeigt die Wurzel von „Te“.
„Te“ ist die eigene innere Kraft, die immer wiedergewonnen werden kann, wenn wir zu unseren Wurzeln zurückkehren. Es geht also darum, immer wieder zu sich selbst zurückzukehren, zu dem, was man ursprünglich ist.
I-Ging Hexagramm Nr.24: Fu , Die Wiederkehr
Auch wenn der Ostwind weht, lass Du, lieber Pflaume Baum,
den Duft Deiner Pflaumenblüten verströmen.
Auch wenn Dein Herr nicht da ist,
vergiss den Frühling nicht.
Sugawara no Michizane (845 – 903) Gelehrter,Politiker und Dichter der Heian Zeit in Japan

Gerow Reece Tee- und Kalligraphy Meister im Jikoji Zen Tempel
Daoismus
Die Qualitäten des Himmels sind Form- und Grenzenlosigkeit, das Unvorhergesehene (die Geistes und Innenwelt des Menschen wird dem Himmel zugeordnet).
Die Erde steht für den physischen Boden, die Ernährung und die materielle Form.
Der Mensch verbindet sich als stehender Baum zwischen Himmel und Erde – ist ein Teil beider Kosmen. Der Baum akzeptiert seinen Platz im Kosmos ohne zu kämpfen (analog zu wu-wei = müheloses Handeln), er beugt sich im Wind wie eine biegsame Weide.
Himmel, Mensch und Erde bilden eine Dreiheit.
Wen wir uns mit der Erde verbinden und tiefe Wurzeln ausbilden, sind wir in der Lage all die Nährstoffe aufzunehmen, die für uns gut sind. Nährstoffe sind wichtig für die Ernährung von uns, unseren Fähigkeiten und das weitere Wachstum. Es besteht ein ständiger Austausch zwischen unserem Körper und der Erde als Nährboden für unseres Leben.
Mit dieser Perspektive schaue ich in die Welt und erkenne mich selbst darin.